Der Anfang einer revolutionären Entwicklung


Zum Glück für die Reinigungsbranche wurde ein Großteil der Technologien, die notwendig sind, um die autonome Reinigung zu konzipieren und voranzutreiben, von anderen Branchen über mehrere Jahrzehnte hinweg entwickelt und getestet. ​

Ich habe diese Entwicklungen ebenso im Auge behalten wie viele andere, die mit der Herstellung von Reinigungsgeräten für gewerbliche Zwecke zu tun haben, denn ich weiß, dass selbstfahrende Reinigungsgeräte die Antwort auf eine Vielzahl von Herausforderungen sein können, wie unzureichende Produktivität, uneinheitliche Reinigungsergebnisse und hohe Arbeitskosten, die 70 Prozent der derzeitigen Reinigungskosten ausmachen.

Aber ich denke, es ist fair zu sagen, dass es zwei sehr unterschiedliche Dinge sind, eine Chance zu erkennen und daraus Kapital zu schlagen.

Innerhalb der Reinigungsbranche gab es eine erhebliche Anzahl von Hindernissen für Fortschritte.
Zum Beispiel mussten bestehende autonome Technologien an die Reinigungsumgebung angepasst werden.
Die Kosten dieser Technologien machten sie weitgehend unerschwinglich.
Und die Kunden waren noch nicht bereit, ihre tief verwurzelten Reinigungsmethoden, -gewohnheiten und -muster zu ändern.
Das führte dazu, dass die ersten autonomen Reinigungslösungen sehr teuer waren und zudem noch dem Versprechen einer Autonomie nicht gerecht wurden.
Sie waren Roboter, ja, und sie reinigten in gewissem Maße ohne „Fahrer“.
Aber ihnen mangelte es an Intuition und an der Fähigkeit, sich an ihre Umgebung anzupassen, etwa ein unerwartetes Hindernis zu umgehen.
Meiner Meinung nach hatten die Endkunden einen guten Grund, bei ihren alten, vertrauten Reinigungsmethoden zu bleiben.
Wie in anderen Branchen auch, haben diese frühen Lösungen in vielen Hinsichten enttäuscht, aber sie haben zugleich die Tür zu mehr Innovation geöffnet.
Die Art von Innovation, die Arbeitskosten effektiv senken kann, indem Reinigungsprozesse optimiert werden, die Mitarbeiterfluktuation verringert wird, indem ein interessanteres Arbeitsumfeld geschaffen wird, die Produktivität gesteigert wird, indem wiederkehrende Aufgaben bewältigt werden, und die Kunden zufriedengestellt werden.

Dieser verstärkte Innovationsschub in unserer Branche geht einher mit der zunehmenden Verfügbarkeit und Akzeptanz von Automatisierung und Autonomie an Arbeitsplätzen in Wohnungen und Gemeinschaften auf der ganzen Welt – in Form von Robotern, die Regale in Einzelhandelsgeschäften nachfüllen, über selbstfahrende Autos bis Heimelektronik mit künstlicher Intelligenz.
Ich würde behaupten, dass dies der Anfang einer revolutionären Entwicklung in unserer Branche ist.
 
Auf der Grundlage unserer eigenen Untersuchungen gehen wir davon aus, dass innerhalb der nächsten fünf Jahre schätzungsweise 20 bis 30 Prozent der Maschinenparks von Gewerbereinigern autonom sein werden.
Wir glauben auch, dass sich der ansprechbare Markt für autonome Reinigungsmaschinen auf 3 Milliarden Euro beläuft — oder 40 % des gesamten Marktes für professionelle Reinigungsgeräte.
Wir gehen davon aus, dass autonome Reinigungslösungen bis 2025 bis zu 10 Prozent unseres Umsatzes ausmachen werden.

Branchendaten unterstützen dieses Argument weiter. Eine Studie von Markets and Markets prognostiziert, dass bis 2020 etwa 3,6 Milliarden Euro in Roboterreinigungslösungen investiert werden, wobei 510 Millionen Euro auf autonome Bodenreinigungsgeräte entfallen.
Diese Wachstumsprognose stimmt mit den Daten von Tractica überein, wonach die globale Robotikbranche (Verbraucher und Handel) von 29 Milliarden Euro im Jahr 2016 bis 2021 auf 192 Milliarden Euro anwachsen wird.

Diese Zahlen lassen auf Innovation und ein erweitertes Konzept der Autonomie schließen, was die Reinigungsbranche in den kommenden Jahren vorantreiben wird.
Wir erleben bereits autonome Staubsauger, Kehrmaschinen und Scheuersaugmaschinen sowie das Wachstum autonomer Reinigungslösungen in weiteren Branchen und Anwendungen.
Und wir beginnen, Lösungen zu finden, die nicht nur selbstständig Böden reinigen, sondern auch die Autonomie der Maschinenwartung erweitern, wie das Hinzufügen eigener Reinigungschemikalien, das Füllen und Entleeren der eigenen Wassertanks und das Wiederaufladen der eigenen Batterien.

Die gewerbliche Reinigungsbranche hat in den letzten zehn Jahren bedeutende Fortschritte gemacht und Innovationen in beispiellosem Tempo entwickelt, um kundengerechte, bedarfsgerechte und anspruchsvolle Lösungen auf den Markt zu bringen.
Ich denke, es ist klar, dass die kommenden Jahre kontinuierliche Fortschritte bei autonomen Lösungen bringen werden, die die Reinigungsbranche und ihr gesamtes Ökosystem verändern und sogar revolutionieren werden.

Dieser Blog-Post wurde verfasst von
Torben Lund Andersen
​Senior Vice President, Connected Autonomous Solutions


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