Mensch-Maschine-Zusammenarbeit: Lernen Sie Ihren neuen Kollegen kennen


Die Robotik ist auf dem Vormarsch — auch in der Reinigungsbranche.         Autonome Reinigungslösungen — oder Reinigungsroboter, wie sie geläufigerweise genannt wurden — werden als der nächste große Schritt vorausgesagt, der erhöhte Produktivität und bessere Zuverlässigkeit bringt.        ​


Es ist also kein Wunder, dass überall im Reinigungsgewerbe Robotik zu einem wichitgen Thema geworden ist. Aber mit der Begeisterung kommen die Fragen. Wie wirken sich autonome Reinigungslösungen auf den Arbeitsplatz aus?    Welche Aufgaben werden die selbstfahrenden Maschinen übernehmen? Und wie wirken sich die neuen Technologien auf die Anwender von Reinigungsgeräten aus? In diesem Artikel versuchen wir, diese Fragen zu beantworten.
 

Zwei Sichtweisen
Grob gesagt gibt es zwei Sichtweisen, wenn es um die Auswirkungen der Robotik auf den zukünftigen Arbeitsplatz geht.
 
Die Optimisten, die sicher sind, dass Robotik zu Produktivitätssteigerungen führt und dadurch neue Arbeitsplätze in allen Branchen schafft — und die Pessimisten, die glauben, dass Robotik Arbeitsplätze übernehmen und die jetzigen Mitarbeiter überflüssig machen wird.
  

Melonee Wise gehört zu den Optimisten.Als Mitgründerin von zwei Robotikunternehmen und noch nicht 40 Jahre alt, hat sie mehrere internationale Auszeichnungen erhalten und gehört somit zu den führenden jungen Innovatoren auf dem Gebiet der Robotik. In einem Artikel für das Time Magazine sieht Wise eine glänzende Zukunft für die so genannte „kollaborative Robotik“ voraus. Dabei handelt es sich um Roboter, die Aufgaben ausführen, die der Mensch entweder nicht vermeiden kann oder möchte. Sie vergleicht Robotik mit PCs, die seinerzeit zuerst ebenfalls Anlass zur Besorgnissen gegeben haben, aber letztlich die Produktivität erhöhten und das Wirtschafts- und Arbeitsplatzwachstum vorangebracht haben.

Zu den Pessimisten gehört Martin Ford, Autor des Buches „Aufstieg der Roboter:Wie unsere Arbeitswelt gerade auf den Kopf gestellt wird – und wie wir darauf reagieren müssen“.In dem Artikel des Time Magazines wird er mit der Behauptung zitiert, dass „die Technologie an den Punkt kommen wird, wo sie viele der routinemäßigen, vorhersehbaren Jobs in der Wirtschaft übernehmen wird.Das sind viele Jobs.“(Quelle:Time Magazine, „Will Robots in the Workplace Destroy Our Future?“ (Zerstören Roboter am Arbeitsplatz unsere Zukunft?)).

Wenn man sich die professionelle Reinigungsbranche ansieht, wird das realistische Zukunftsszenario höchstwahrscheinlich irgendwo in der Mitte zwischen Wise und Ford liegen.
 

Mensch-Maschine-Zusammenarbeit
Franziska Kirstein von der Robotikfirma Blue Ocean Robotics ist Expertin für das Zusammenspiel von Mensch und Maschine.Sie sagt voraus, dass Serviceroboter (wie zum Beispiel autonome Reinigungsmaschinen) höchstwahrscheinlich mit den Menschen zusammenarbeiten werden, anstatt die Arbeitsplätze komplett zu ersetzen.
 

„Die Technologie ist immer noch in einem Reifungsprozess, und heute sind autonome Maschinen noch mehr Muskeln als Gehirne.Das wird sich natürlich mit der Zeit ändern, aber autonome Maschinen brauchen immer noch Menschen, die ihnen bei der Erfüllung ihrer Aufgaben helfen“, erklärt sie und fährt fort.
 

 
„Ich glaube, dass Serviceroboter und Menschen nebeneinander arbeiten werden anstatt sich voneinander zu trennen — wobei die Maschinen die sich wiederholenden Aufgaben erledigen und die Menschen die qualitativ anspruchsvollen Aufgaben ausführen.Darüber hinaus sehen wir auch eine Entwicklung von Menschen entlang der Wertschöpfungskette zu Positionen, die wertschöpfender sind“, so Franziska Kirstein.
 

Für die Reinigungsbranche bedeutet dies eine höhere Produktivität, da die neuesten autonomen Reinigungslösungen umfangreiche sich wiederholende Aufgaben, wie die Reinigung der Böden von Sporthallen, Flughäfen, Einzelhandelsflächen usw., viele Stunden lang bewältigen können, ohne zu ermüden und ohne bei der Effizienz nachzulassen.So werden Bediener frei für komplexere Aufgaben.
 

Franziska Kirstein erklärt:
 
„Einige Aufgaben sind für autonome Maschinen schwierig.Herauszufinden, wo es zusätzlichen Staub gibt.Erreichen höhergelegener Bereiche.Beurteilung der Notwendigkeit einer zusätzlichen Reinigung.Kurz gesagt — die Auswertung komplexer Zusammenhänge und auf Basis dieser Analysen eine Entscheidung zu treffen, erfordert eine enorme Rechenleistung.Deshalb ist es so wichtig, dass Roboter und Menschen gemeinsam arbeiten — weil sie sich ergänzen.“
  

Wie ergänzen sich Menschen und autonome Reinigungsmaschinen?



Menschen Autonome Maschinen
Qualitative Aufgaben
Einen komplexen Kontext verstehen
Beurteilung der Notwendigkeit der Reinigung
Zusätzlichen Staub/Schmutz entdecken
Erreichen höhergelgener Bereiche
Sich wiederholende und zeitraubende Aufgaben
Zuverlässige, vorhersehbare Leistung
Sicherstellung der Reinigungskonsistenz
Aufgaben, die nicht ergonomisch sind
Aufgaben, die gefährlich sind
Aufgaben mit viel Gehen/Heben
Daten sammeln
​​​
​​​

Hat Ihnen die Lektüre gefallen?

Bestellen Sie hier den Nilfisk Newsletter

Newsletter bestellen!

Kontaktieren Sie uns

Lassen Sie uns Ihre Fragen oder Wünsche wissen und wir werden uns in Kürze bei Ihnen melden.

Kontakt aufnehmen